Vorträge

Hier findest du eine Übersicht der verschiedenen Vorträge und Gesprächsabende, die wir bisher anbieten.

Wenn dich einer davon anspricht, aktuell aber noch keiner geplant ist, schreib uns gerne an, dann können wir zusammen schauen, ob wir einen bei dir in der Stadt oder im Online-Format auf die Beine stellen können.

Was für dieses Jahr schon geplant ist, findest du in unserem Kalender.

Vortragsübersicht:

 

 

Rahmenbedingungen

Zeitlicher Rahmen? Alle unsere Vorträge dauern Online und in real life ca. 1,5 bis 2 Stunden.

Gruppengröße? Unbegrenzt... Bzw. so viele Teilnehmende wie die Räumlichkeiten und mögliche Hygienemaßnahmen zulassen.

Für wen? Für alle Neugierigen (egal ob mit oder ohne Vulva)!

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Entschamisierung der Vulva

Sexuelle Bildung: queer-feministisch und sex-positiv!

In diesem Vortrags- und Gesprächsabend werden wir einen Organkomplex erforschen, der in der Medizingeschichte und in der Sexualaufklärung zu oft unsichtbar geblieben ist: Vulven in ihrer ganzen Vielfalt. 

Vulven unterliegen in westlichen Gesellschaften repressiven Normen und Schönheitsidealen und werden entweder tabuisiert und beschämt oder auf bizarre Weise pornografisiert. Realitätsgetreue Abbildungen von Vulven und Klitorisschwellkörpern schaffen es z.T. noch nicht einmal in den Aufklärungsunterricht oder in Biologiebücher. Diese Unsichtbarmachung von Vulven sowie die damit einhergehenden Normierungs- und Schamisierungsprozesse wollen wir kritisch hinterfragen:

Wir werden uns die Geschichte(n) von Vulven widmen, uns anatomische Abbildungen ansehen und uns mit queer-feministischen Analysen auf eine theoretische Entdeckungsreise begeben: 


Wie sind Normen und Schönheitsideale bezüglich Vulven historisch entstanden? Wie haben Macht- und Herrschaftsverhältnisse zu der Unsichtbarmachung von Vulven Geschlechtsorganen beigetragen? Wie wirkt sich die (Un-)Wissen(-heit) (z.B. über Anatomie und Physiologie) auf unser Verhältnis zu unserem Körper und unseren Geschlechtsorganen aus? Welche Sprache/Nicht-Sprache/ oder Sprachlosigkeit haben wir erlernt, um über unsere Körper und Sexualitäten zu sprechen bzw. zu schweigen?

Kurz gesagt: Mit diesem Vortrag und Gesprächsabend wollen wir u.a. zu einem persönlichen Austausch einladen – verletzlich, ehrlich und freudvoll (alles kann, nichts muss!). Mit ehrfarbarer und queer-feministischer Sex Education wollen wir die Lücken unseres Sexualkundeunterrichts von damals schließen. Das Wissen, das Sprechen und der Austausch über A_Sexualitäten, Vulven und Genitalien von FLINTA*, das Fühlen und Reinspüren, das Weinen und Lachen mit ihnen, ist für uns ein politischer Akt der Selbst- und Kollektivermächtigung.

Alle (Geschlechter) mit oder ohne Vulven sind zu diesem Abend herzlich eingeladen! 

 
 
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Vulvarische Ejakulationen

Ein informativer und lustvoller Vortrags- und Gesprächsabend

In diesem Vortrag werden wir einen Organkomplex erforschen, der in der Medizingeschichte und in der Sexualaufklärung zu oft unsichtbar geblieben ist: Vulven in ihrer ganzen Vielfalt. Und insbesondere Vulven, die ejakulieren und injakulieren, die nasse Flecken auf der Bettwäsche hinterlassen, die spritzen, die sich verströmen, die keine Flüssigkeit nach außen abgeben, aber nach dem Sex dringen pinkeln müssen.

Mit einer historischen Perspektive auf die Geschichte(n) von Vulven und ihren Ejakulationen, mit anatomischen Abbildungen und gesellschaftskritischen Analysen, begeben wir uns auf eine theoretische Entdeckungsreise: Wir werden die Medizingeschichte von Ejakulationen und Ejakulationspraktiken unter die Lupe nehmen und anhand dessen rekonstruieren, wer wie ejakuliert bzw. er- und verlernt hat zu ejakulieren, mit oder ohne Orgasmus, literweise oder in Tröpfchen.

Mit der anschließenden Gesprächsrunde wollen wir u.a. zu einem persönlichen Austausch einladen und auf eine verletzliche und/oder lustvolle Weise sex-education praktizieren, um die Lücken unseres Sexualkundeunterrichts von damals zu schließen. 

Freut euch auf eine Entdeckungsreise unserer Körper und Sexualitäten* sowie der gesellschaftlichen Verhältnisse und Machtstrukturen, die diese beeinflussen.

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Pleasure is resistance!?

4 Jahre aufbegehren! - Ein Erfahrungsbericht

Seit nun mehr als 4 Jahren bieten wir als aufbegehren! Kollektiv Workshops an, in denen wir uns mit Gruppen von 5 bis 20 FLINTA* zusammenfinden und uns gemeinsam Zeit für unsere Körper nehmen. Wir erforschen z.B. mit Spiegel und Spekulum unsere Genitalien, zeigen sie uns manchmal sogar gegenseitig, reden über Scham und Verletzlichkeit oder lassen es uns mit (Selbst-)Massagen gutgehen.

Fragen, die wir uns seitdem immer wieder stellen lauten: Welche Schamgefühle empfinden wir in Hinblick auf unsere Körper und Lüste? Und wie sind diese gesellschaftlich, insbesondere durch Normen und (Mehrfach-)Diskriminierungen geprägt? (Inwiefern) Können Lust und Selbstfürsorge rebellische Praxen sein? Wie groß ist die Gefahr, dass diese Praxen von Logiken der neoliberalen Selbstoptimierung vereinnahmt werden? Und welche rollen spielen Privilegien in Praktiken der Lust und Selbstfürsorge? Können Lust und Selbstfürsorge Formen des Widerstands, des Aufbegehrens gegen und des Veränderns von patriarchalen, heteronormativen und rassistischen Verhältnissen darstellen?

In diesem Vortrags- und Gesprächsabend erzählen wir von unserer Workshoparbeit, was sie in uns und den Teilnehmenden bewegt und welchen Herausforderungen wir begegnen. Ihr werdet einen Einblick bekommen, was Unverschämtheit und aufbegehren! für uns bedeutet!