Sa., 23. Nov. | Freiburg im Breisgau

Radikale Selbstliebe - Wir nehmen es selbst in die Hand!

Ein Vulva-Erkundungs-Workshops für FLINT (Frauen, Lesben, Inter, Nicht-Binäre und Trans-Personen)
Anmeldung abgeschlossen
Radikale Selbstliebe - Wir nehmen es selbst in die Hand!

Zeit & Ort

23. Nov. 2019, 11:00 – 19:30
Freiburg im Breisgau, Freiburg im Breisgau, Deutschland

Über die Veranstaltung

Ausgerüstet mit Spiegel und Spekulum, Achtsamkeit und Yoga, Geduld  und Selbstmitgefühl werden wir uns in diesem Workshop Zeit für uns  selbst und unsere Körper nehmen und zusammen auf Entdeckungsreise gehen:  Wie sehen unsere Vulven aus? Welche Vorstellungen haben wir davon, wie  wir sein sollten? Was bedeutet meine A_Sexualität* für mich? Wo/Wann  empfinde ich Lust? Wo/Wann Scham? Was hält mich zurück, mich so zu  zeigen, so zu sein, wie ich bin?

Durch reden, zuhören, atmen,  tanzen, spielen und lachen werden wir gesellschaftliche Normen  ent-selbstverständlichen, unsere Verletzlichkeiten und Unsicherheiten  wertschätzen und für unseren Körper mit seinen Bedürfnissen, seiner Lust  und Unlust, Sorge tragen. 

Neben Gesprächs- und  Austauschrunden zu unseren Gefühlen und Erfahrungen sowie Entspannungs-  und Lockerungsübungen für unseren Beckenboden, wird es die Möglichkeit  geben, eine physische Erkundungsreise zu Prostata und Harnröhre, Zervix  und Lustzentrum zu unternehmen. Voller Entdecker*innenlust werden wir  unsere Freiheiten erfahren – die etwas zu tun und die etwas nicht zu  tun. 

Die Erkundung ist eingebettet in einen größeren  Themenkomplex: Das Hinterfragen von Normen, die bestimmte Sexualitäten  vorschreiben und andere tabuisieren; das Kritisieren von  (Schönheits-)Idealen über Vulven; das Transformieren von  ansozialisierter Scham über Genitalien und vulvarische Flüssigkeiten;  das Suchen einer Sprache für Lust und Begehren und nach Wegen, wie wir  gegen patriarchale Strukturen aufbegehren! können. 

Wir  glauben (und haben erlebt), dass die Fesseln der Scham und  gesellschaftlicher Tabus nichts sind, was wir mit unserem Intellekt  bezwingen können. Gedacht, gestritten und diskutiert wurde genug, jetzt  werden wir praktisch! Um uns wirklich zu befreien, müssen bzw. DÜRFEN!  wir unsere Körper, unsere Vulven, unsere Sexualitäten* entdecken,  erfahren, leben und lieben lernen.

Wir sind uns bewusst,  dass dies ein besonderer – nicht unbedingt alltäglicher – Workshop ist.  Denn ja, es besteht die Möglichkeit, dass wir uns ausziehen werden. Ja,  es kann passieren, dass wir unsere Vulven ohne Scham zeigen und im  Spiegel betrachten. Ja, wahrscheinlich werden wir uns selbst berühren,  erkunden, entdecken. Oh ja, das werden wir und zwar im Kollektiv. 

Der  Ort des Kollektivs, in dem Scham und Angst transformiert werden und in  dem das Unmöglich geglaubte möglich wird, ist für uns ein Ort der  Befreiung. Ein Ort, der bestärkt und beglückt und ein Schritt zu  sexueller Freiheit und liebevoller Selbstbestimmung ist.

Zu beachten: 

Dieser  Workshop wurde von und für Menschen mit Vulven konzipiert und setzt  eine Wichtigkeit darauf, wertschätzend, liebevoll und zelebrierend mit  Vulven umzugehen, ohne dabei geschlechtliche Identitäten festzuschreiben  oder über Genitalien zu definieren. Denn nicht alle Frauen* haben  Vulven und nicht alle Vulven sind Frauen*! Der Workshop ist also für  Menschen, die sich im FLINT-Spektrum (Frauen, Lesben, Inter,  Nicht-Binär, Trans) verorten. Wenn du (als Transfrau z.B.) dein Genital  nicht als Vulva definierst, dann schreib uns gerne vorab, sodass wir den  Workshop an deine Bedürfnisse anpassen können. Wir möchten nicht, dass  Frauen* ohne Vulven oder mit Körpern/Genitalien, die nicht der  vergeschlechtlichen Norm entsprechen, sich durch unser Angebot  ausgeschlossen fühlen. 

Mit dem Sternchen hinter dem Wort  Sexualitäten* oder Frauen* möchten wir darauf hinweisen, dass wir dieses  Wort als Sammelbegriff für unterschiedliche sexuelle Orientierungen,  vielfältige (Geschlechts-)Identitäten und verschiedene Erfahrungswelten  verstehen. Auch Personen, die sich als nicht besonders sexuell  wahrnehmen und/oder als a_sexuell definieren sind herzlich willkommen.  Wir halten uns für fähig, einen sicheren und geschützten Raum für einen  liebevollen und zwangfreien Umgang mit sensiblen Themen zu schaffen,  wünschen uns allerdings trotzdem, dass die Teilnehmenden ein  ausreichendes Maß an psychischer Stabilität mitbringen. Allgemein gilt:  alles darf, nichts muss!

Bitte bringt ein Handtuch, einen  Handspiegel (und evtl. Gleitgel oder Öl), ein Spekulum (falls ihr mögt  und eins habt), und viel Zeit mit (haltet euch möglichst den Abend von  anderen Terminen frei, sodass ihr ungestresst da sein könnt und wir bei  Bedarf gemeinsam oder einzeln den Workshop in Ruhe ausklingen lassen  können). Bitte meldet euch über unser Websiteformular verbindlich für  den Workshop an (die Teilnehmendenzahl ist begrenzt). In der Woche vor  dem Workshop erhaltet ihr dann von uns eine Mail mit weiteren Infos. 

Kribbeln, Neugier, Angst, Unsicherheit? – Schreib uns! 

Wenn  du Fragen, Zweifel oder Anregungen hast, uns unterstützen willst oder  aus anderen Gründen mit uns kommunizieren möchtest, schreib uns gerne eine Mail. 

Und wenn du dir noch unsicher bist, ob der  Workshop für dich gerade das Richtige ist und das Kribbeln, die Neugier  oder die Angst so groß ist, dass du gerne mit uns drüber sprechen  möchtest, dann können wir gerne im persönlichen Austausch und ganz  unverbindlich gemeinsam schauen, wo du stehst, was du brauchst und ob  das Programm gerade für dich passt oder nicht.

Dieser Workshop ist Teil der Aktionswoche "Aufgeklärt?! Wir nehmen es selbst in die Hand" und wird in diesem Rahmen von der Verfassten Studierendenschaft der Pädagogischen Hochschule und des Studierendenrats der Uni Freiburg finanziert. Die Teilnahme ist deswegen für euch schönerweise komplett kostenlos. :)

Anmeldung abgeschlossen

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