Workshops

 

Radikale Selbstliebe - Lasst uns aufbegehren!

Eine liebevolle Entschamisierung der Lust - für FLINT*

Ausgerüstet mit Spiegel und Spekulum, Achtsamkeit und Yoga, Geduld und Selbstmitgefühl werden wir uns in diesem Workshop Zeit für uns selbst und unsere Körper nehmen und zusammen auf Entdeckungsreise gehen: Wie sehen unsere Vulven* aus? Welche Vorstellungen haben wir davon, wie wir sein sollten? Was bedeutet meine A_Sexualität* für mich? Wo/Wann empfinde ich Lust? Wo/Wann Scham? Was hält mich zurück, mich so zu zeigen, so zu sein, wie ich bin?


Durch reden, zuhören, atmen, tanzen, spielen und lachen werden wir gesellschaftliche Normen ent-selbstverständlichen, unsere Verletzlichkeiten und Unsicherheiten wertschätzen und für unseren Körper mit seinen Bedürfnissen, seiner Lust und Unlust, Sorge tragen.


Neben Gesprächs- und Austauschrunden zu unseren Gefühlen und Erfahrungen sowie Entspannungs- und Lockerungsübungen für unseren Beckenboden, wird es die Möglichkeit geben, eine physische Erkundungsreise zu Prostata und Harnröhre, Zervix und Lustzentrum zu unternehmen. Voller Entdecker*innenlust werden wir unsere Freiheiten erfahren – die etwas zu tun und die etwas nicht zu tun.


Die Erkundung ist eingebettet in einen größeren Themenkomplex: Das Hinterfragen von Normen, die bestimmte Sexualitäten vorschreiben und andere tabuisieren; das Kritisieren von (Schönheits-)Idealen über Vulven; das Transformieren von ansozialisierter Scham über Genitalien und vulvarische Flüssigkeiten; das Suchen einer Sprache für Lust und Begehren und nach Wegen, wie wir gegen patriarchale Strukturen aufbegehren! können.


Wir glauben (und haben erlebt), dass die Fesseln der Scham und gesellschaftlicher Tabus nichts sind, was wir mit unserem Intellekt bezwingen können. Gedacht, gestritten und diskutiert wurde genug, jetzt werden wir praktisch! Um uns wirklich zu befreien, müssen bzw. DÜRFEN! wir unsere Körper, unsere Vulven, unsere Sexualitäten entdecken, erfahren, leben und lieben lernen.


Wir sind uns bewusst, dass dies ein besonderer – nicht unbedingt alltäglicher – Workshop ist. Denn ja, es besteht die Möglichkeit, dass wir uns ausziehen werden. Ja, es kann passieren, dass wir unsere Vulven* ohne Scham zeigen und im Spiegel betrachten. Ja, wahrscheinlich werden wir uns selbst berühren, erkunden, entdecken. Oh ja, das werden wir und zwar im Kollektiv.


Der Ort des Kollektivs, in dem Scham und Angst transformiert werden und in dem das Unmöglich geglaubte möglich wird, ist für uns ein Ort der Befreiung. Ein Ort, der bestärkt und beglückt und ein Schritt zu sexueller Freiheit und liebevoller Selbstbestimmung ist.

Teilnehmendenbeitrag, solidarisches Schenkprinzip und geldlose Unterstützungsmöglichkeiten


Wir haben ausgerechnet, dass wir, um diesen Workshop auch in Zukunft regelmäßig anbieten und um unsere Arbeit weiterführen zu können, pro Teilnehmer*in einen Beitrag zwischen 30-70€ brauchen. Allerdings wünschen wir uns, dass alle – unabhängig von ihren finanziellen Mitteln und frei von einer zwanghaften Tauschlogik – an unseren Workshops teilnehmen können. Deswegen haben wir uns ein solidarisches Schenkprinzip überlegt; bitte lies es dir hier durch.



Zu beachten:


Dieser Workshop richtet sich an FLTI* (Frauen, Lesben, Trans, und Inter-* Personen). Mit dem Sternchen hinter dem Wort Vulva* möchten wir darauf hinweisen, dass wir dieses Wort als Sammelbegriff für unterschiedlich aussehende Genitalien, vielfältige Identitäten und Erfahrungswelten verstehen. Auch Personen, die sich als nicht besonders sexuell wahrnehmen und/oder definieren sind herzlich willkommen. Asexualität ist für uns auch Teil unserer Sexualitäten*, dem wir mit Wertschätzung begegnen. Wir halten uns für fähig, einen sicheren und geschützten Raum für einen liebevollen und zwangfreien Umgang mit sensiblen Themen zu schaffen, wünschen uns allerdings trotzdem, dass die Teilnehmenden ein ausreichendes Maß an psychischer Stabilität mitbringen. Allgemein gilt: alles darf, nichts muss!


Bitte bringt eine Yogamatte, ein Handtuch, einen Handspiegel (und evtl. Gleitgel oder Öl), ein Spekulum (falls ihr mögt und eins habt), und viel Zeit mit (haltet euch möglichst den Abend von anderen Terminen frei, sodass ihr ungestresst da sein könnt und wir bei Bedarf gemeinsam oder einzeln den Workshop in Ruhe ausklingen lassen können). Bitte meldet euch über unser Websiteformular verbindlich für den Workshop an (die Teilnehmendenzahl ist begrenzt). In der Woche vor dem Workshop erhaltet ihr dann von uns eine Mail mit weiteren Infos.



Kribbeln, Neugier, Angst, Unsicherheit? – Schreib uns!


Wenn du Fragen, Zweifel oder Anregungen hast, uns unterstützen willst oder aus anderen Gründen mit uns kommunizieren möchtest, schreib uns gerne eine Mail.

Und wenn du dir noch unsicher bist, ob der Workshop für dich gerade das Richtige ist und das Kribbeln, die Neugier oder die Angst so groß ist, dass du gerne mit uns drüber sprechen möchtest, dann können wir gerne im persönlichen Austausch und ganz unverbindlich gemeinsam schauen, wo du stehst, was du brauchst und ob das Programm gerade für dich passt oder nicht.

Die Sichtbarmachung der Vulva*: Eine sex-positive Annäherung an Körper, Scham und Verletzlichkeit

Ein Workshop mit Möglichkeit zum Austausch und persönlicher Reflexion

In diesem Workshop steht die Beziehung zu unserem eigenen Körper im Vordergrund. Gemeinsam wollen wir erforschen, inwiefern wir gesellschaftliche Normen und Tabus verinnerlicht und verkörpert haben; wie Schamgefühle über unsere Körper und unsere A_Sexualitäten* unser Handeln beeinflussen können; und welche Wege wir gehen, um unsere Un-/Lust und Verletzlichkeit frei leben zu können.

Der Ausgangspunkt für unsere Auseinandersetzung ist die Ansicht, dass Macht- und Herrschaftsverhältnisse sich auf den kleinsten Winkel unseres Lebens auswirken, sogar bzw. insbesondere auf unsere A_Sexualitäten*. Hier zeigt sich aufallend deutlich, wie sehr Individuum und Gesellschaft miteinander verknüpft sind und wie stark (vermeintlich) Privates und Politisches verschmelzen. In diesem Sinne geht es uns bei diesem Workshop nicht nur um das analytische Erfassen von Herrschaftsverhältnissen, sondern auch um das unmittelbare Erleben in unseren Körpern. Denn die Fesseln der Scham und gesellschaftlicher Tabus sind nichts, was wir nur mit unserem Intellekt bezwingen können.

Vulven* und Vulva-ähnliche Geschlechtsorgane unterliegen in westlichen Gesellschaften repressiven Normen und Schönheitsidealen und werden entweder tabuisiert und beschämt oder auf bizarre Weise pornografisiert. Realitätsgetreue Abbildungen von Vulven* und Klitorisschwellkörpern schaffen es z.T. noch nicht einmal in den Aufklärungsunterricht oder in Biologiebücher. Diese Unsichtbarmachung von Vulven* und Vulva-ähnlichen Geschlechtsorganen sowie die damit einhergehenden Normierungs- und Schamisierungsprozesse wollen wir kritisch hinterfragen:

Inwiefern sind Normen und Schönheitsideale bezüglich Vulven* entstanden und historisch geworden? Was bedeutet Verkörperung in diesem Kontext? Wie haben Macht- und Herrschaftsverhältnisse zu der Unsichtbarmachung von Vulven* und Vulva-ähnlichen Geschlechtsorganen beigetragen? Wie wirkt sich die (Un-)Wissen(-heit) (z.B. über Anatomie und Physiologie) auf unser Verhältnis zu unserem Körper und unseren Geschlechtsorganen aus? Welche Sprache/Nicht-Sprache/ oder Sprachlosigkeit haben wir erlernt, um über unsere Sexualitäten* zu sprechen bzw. zu schweigen? Wie können wir eine liebevolle Haltung unseren Körpern gegenüber entwickeln – frei von Ansprüchen und Erwartungen darüber, wie wir sein sollten?

Kurz gesagt: Mit diesem Workshop wollen wir u.a. zu einem persönlichen Austausch einladen – verletzlich, ehrlich und freudvoll (alles kann, nichts muss!). Mit ehrfarbarer und queer-feministischer Sex Education wollen wir die Lücken unseres Sexualkundeunterrichts von damals schließen. Das Wissen, das Sprechen und der Austausch über A_Sexualitäten*, Vulven* und Vulva-ähnliche Geschlechtsorgane, das Fühlen und Reinspüren, das Weinen und Lachen mit ihnen, ist für uns ein politischer Akt der Selbst- und Kollektivermächtigung.

Mit dem Sternchen hinter dem Wort Vulva* möchten wir darauf hinweisen, dass wir dieses Wort als Sammelbegriff für unterschiedlich aussehende Genitalien, vielfältige Identitäten und verschiedene Erfahrungswelten verstehen.

Je nach Kontext und Wunsch der Beteiligten, veranstalten wir diesen Workshop entweder für alle Geschlechter oder für FLTI*.

Der nächste Termin für diesen Workshop ist der 25.5. Veranstaltet wird das Ganze im Rahmen der Workshopreihe "(Welt-)Beziehungen herrschaftfsfrei leben".

Lust, Scham und Verletzlichkeit

All gender - Lasst uns (auf)begehren!

Ein interaktiver und spielerischer Workshop

Mit radikaler Ehrlichkeit, Achtsamkeit und (Selbst-)Mitgefühl wollen wir in diesem Workshop Geschlechterstereotypen in der Sexualität auf den Grund gehen, Normen, die bestimmte Sexualitäten vorschreiben und andere tabuisieren, ent-selbstverständlichen und uns neugierig unserer ansozialisierten Scham nähern. Dabei werden wir unsere Unsicherheiten und Verletzlichkeiten wertschätzen und die eigenen Grenzen und die anderer liebevoll achten. Wir werden gemeinsam nach Wegen suchen, wie wir Lust frei und verantwortungsvoll leben können ohne uns von den Fesseln der Scham und gesellschaftlicher Tabus einschränken zu lassen. Kurz: Lasst uns gemeinsam gegen Geschlechternormen und lustfeindliche Gesellschaftsstrukturen aufbegehren..

Aktuell gibt es keine nächsten Termine.

Das Thema interessiert dich? Du möchtest, dass diese Veranstaltung auch in deiner Stadt stattfindet? Dann schreib uns eine Mail.

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