Vorträge

Hier findest du eine Übersicht der verschiedenen Vorträge, die wir bisher anbieten.

Wenn dich einer davon anspricht, aktuelle aber noch keiner geplant ist, schreib uns gerne an, dann können wir zusammen schauen, ob wir einen bei dir in der Stadt auf die Beine stellen können.

Was für dieses Jahr schon geplant ist findest du hier

Radikale Selbstliebe?

Ein Erfahrungsbericht: Was haben Vulven mit Gesellschaftsveränderung zu tun?

Ausgerüstet mit Spiegel und Spekulum, Achtsamkeit und Yoga, Geduld und Selbstmitgefühl geben wir seit nun 4 Jahren einen Workshop mit dem Titel Radikale Selbstliebe. In einer Gruppe von 5 bis 15 FLINT* Personen erforschen dabei wir einen ganzen Tag lang unsere Vulven, zeigen sie uns manchmal sogar gegenseitig, reden über Scham und Verletzlichkeit und lassen es uns mit Selbstmassagen gutgehen.

 

An diesem Abend erzählen wir von diesen Workshop, was er in uns und den Teilnehmenden bewirkt und warum wir der Überzeugung sind, dass ein liebevoller, unverschämter Umgang mit unseren Vulven zu einer besseren Welt beiträgt.

Anschließend, wollen wir miteinander ins Gespräch kommen und Dinge thematisieren, die normalerweise gesellschaftlichen Tabus unterliegen: Vulven, Lust und Sexualität. An diesen Themen zeigt sich, wie die Grenzen zwischen dem Privaten und dem Poltischen verwischen. Welche Schamgefühle empfinden wir in Hinblick auf unsere Körper und Lüste? Und wie sind diese gesellschaftlich geprägt? Inwiefern halten uns Schamgefühle und die Angst vor Verletzlichkeit davon ab, uns selbst zu lieben? In Abgrenzung zu neoliberalen Ansprüchen der Selbstoptimierung, werden wir darüber nachdenken, inwiefern Selbstfürsorge und Selbstliebe radikal und gesellschaftsverändernd sein können.

 

Freut euch auf einen spannenden Abend mit der Möglichkeit zum Austausch – verletzlich, ehrlich, freud- und liebevoll.

Rahmenbedingungen

Zeitlicher Rahmen? 1 bis 2 Std

Gruppengröße? 20 bis 60 Teilnehmende

Für wen? FLINT* Personen mit Vulva* (siehe oben) oder all gender

Die Sichtbarmachung der Vulva*

Queer-feministische, sex-positive Sex Education

In diesem Vortrag werden wir einen Organkomplex erforschen, der in der Medizingeschichte und in der Sexualaufklärung zu oft unsichtbar geblieben ist: Vulven in ihrer ganzen Vielfalt. 

 

Vulven unterliegen in westlichen Gesellschaften repressiven Normen und Schönheitsidealen und werden entweder tabuisiert und beschämt oder auf bizarre Weise pornografisiert. Realitätsgetreue Abbildungen von Vulven und Klitorisschwellkörpern schaffen es z.T. noch nicht einmal in den Aufklärungsunterricht oder in Biologiebücher. Diese Unsichtbarmachung von Vulven sowie die damit einhergehenden Normierungs- und Schamisierungsprozesse wollen wir mit diesem Vortrags- und Gesprächsabend kritisch hinterfragen.

 

Aus verschiedenen Perspektiven, werden wir uns die Geschichte(n) von Vulven ansehen und mit anatomischen Abbildungen und gesellschaftskritischen Analysen, begeben wir uns auf eine theoretische Entdeckungsreise: 

 

Inwiefern sind Normen und Schönheitsideale bezüglich Vulven entstanden und historisch geworden? Wie haben Macht- und Herrschaftsverhältnisse auch in der wissenschaftlichen Forschung zur Unsichtbarmachung von Vulven beigetragen? Wie wirkt sich die (Un-)Wissen(-heit) (z.B. über Anatomie und Physiologie) auf unser Verhältnis zu unserem Körper und unseren Geschlechtsorganen aus? Welche Sprache/Nicht-Sprache/ oder Sprachlosigkeit haben wir erlernt, um über unsere Sexualitäten* zu sprechen bzw. zu schweigen? Wie können wir eine liebevolle Haltung unseren Körpern gegenüber entwickeln – frei von Ansprüchen und Erwartungen darüber wie wir sein sollten?

 

Mit der anschließenden Gesprächsrunde wollen wir u.a. zu einem persönlichen und unverschämten Austausch einladen und auf eine verletzliche und/oder lustvolle Weise sex-education praktizieren, um die Lücken unseres Sexualkundeunterrichts von damals zu schließen. 

 

Mit dem Sternchen hinter dem Wort Sexualitäten* und Vulven* möchten wir darauf hinweisen, dass wir diese Wörter als Sammelbegriffe für unterschiedliche sexuelle Orientierungen, Organe, vielfältige (Geschlechts-)Identitäten und verschiedene Erfahrungswelten verstehen. Dieser Vortrag setzt eine Wichtigkeit darauf, wertschätzend, liebevoll und zelebrierend mit Vulven umzugehen, ohne dabei geschlechtliche Identitäten festzuschreiben oder über Genitalien zu definieren. Denn nicht alle Frauen* haben Vulven und nicht alle Vulven sind Frauen*! Alle (Geschlechter) mit oder ohne Vulven sind zu diesem Abend herzlich eingeladen! 

Rahmenbedingungen

Zeitlicher Rahmen? 1,5 bis 3 std

Gruppengröße? 15 bis 60 Teilnehmende

Für wen? alle Geschlechter oder FLINT*

Aufgeklärt über vulvarische Ejakulationen?!

Ein informativer und lustvoller Vortrags- und Gesprächsabend

In diesem Vortrag werden wir einen Organkomplex erforschen, der in der Medizingeschichte und in der Sexualaufklärung zu oft unsichtbar geblieben ist: Vulven in ihrer ganzen Vielfalt. Und insbesondere Vulven, die ejakulieren und injakulieren, die nasse Flecken auf der Bettwäsche hinterlassen, die spritzen, die sich verströmen, die keine Flüssigkeit nach außen abgeben, aber nach dem Sex dringen pinkeln müssen.

 

Mit einer historischen Perspektive auf die Geschichte(n) von Vulven und ihren Ejakulationen, mit anatomischen Abbildungen und gesellschaftskritischen Analysen, begeben wir uns auf eine theoretische Entdeckungsreise: Wir werden die Medizingeschichte von Ejakulationen und Ejakulationspraktiken unter die Lupe nehmen und anhand dessen rekonstruieren, wer wie ejakuliert bzw. er- und verlernt hat zu ejakulieren, mit oder ohne Orgasmus, literweise oder in Tröpfchen.

 

Mit der anschließenden Gesprächsrunde wollen wir u.a. zu einem persönlichen Austausch einladen und auf eine verletzliche und/oder lustvolle Weise sex-education praktizieren, um die Lücken unseres Sexualkundeunterrichts von damals zu schließen. 

 

Freut euch auf eine Entdeckungsreise unserer Körper und Sexualitäten* sowie der gesellschaftlichen Verhältnisse und Machtstrukturen, die diese beeinflussen.

Rahmenbedingungen

Zeitlicher Rahmen? 1,5 bis 3 Stunden

Gruppengröße? 10 bis 60 Teilnehmende

Für wen? alle Geschlechter oder FLINT*

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